Deutsche Seemannsmission Kiel e. V. support of seafarers` dignity
Deutsche Seemannsmission Kiel e. V.               support of seafarers` dignity

Mitarbeiter/in im Bundesfreiwilligendienst (Bufdi) gesucht

Viele Seeleute hat Björn Peters auf ihren Schiffen während der Schleusung in Holtenau besucht. Foto: Kauffeld

Die Kieler Seemannsmission sucht zum 1. September 2018 zwei Mitarbeiter/in im Bundesfreiwilligendienst. Wichtig sind Eignung und Interesse für die Arbeit sowie ein PKW-Führerschein. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an die Seemannsdiakonin Stefanie Zernikow, E-Mail: dsm-kiel@seemannsmission.org oder Telefon 0152 29 22 73 49.

 

Im folgenden Artikel schildert Björn Peters seine Erfahrungen, die er als Bufdi von Dezember 2011 bis September 2012 bei der Kieler Seemannsmission gemacht hat.

 

Nach der langen Schulzeit bis zum bestandenen Abitur und einem kurzen Ausflug an die Kieler Uni hatte Björn Peters erst einmal genug vom Lernen aus Büchern. Er entschied sich für einen Bundesfreiwilligendienst. Die Seemannsmission kannte er schon aus seiner Heimatstadt Brunsbüttel, aber da er bereits in Kiel-Holtenau wohnte, wollte er hier seinen Dienst leisten.

 

„Ich wollte etwas Neues kennenlernen, praktisch arbeiten, aber auch Eigenverantwortung übernehmen“, begründet der 22-jährige seine Entscheidung. Die Seemannsmission bot ihm viel Freiheit, vieles konnte er selbst entscheiden und er war als Partner bei der Arbeit geschätzt. Gleich zu Beginn hatte er für ein paar Wochen eine philippinische Mannschaft betreut, deren Schiff wegen einer Reparatur in der Lindenau-Werft lag. Fast täglich besuchte er dort die Crew und half, die vielen Tücken des Alltags zu meistern. Zum Dank wurde er dann Silvester aufs Schiff zu einem zünftigen Spanferkelessen eingeladen. „Die Seeleute von den Philippinen sind sehr offen und herzlich. Für die dortigen Verhältnisse ist die Arbeit auf einem Schiff ein guter Job. Allerdings muss man vorher auch eine kostenpflichtige Seemannsschule besucht haben, bevor man von einer Agentur als Schiffstechniker oder -elektriker vermittelt wird. Alle haben immer Bilder von der Familie auf dem Handy oder Laptop. Die Familie ist ihr ganzer Stolz“, so schildert Björn seine Erfahrungen bei diesen Bordbesuchen.

 

Etwas zurückhaltender hat er Seeleute aus Russland oder der Ukraine erlebt. Sie bleiben meist lieber unter sich. Für Björn bedeutete dies, ihnen einen Aufenthalt im Seemannsclub „Baltic Poller“ zu ermöglichen. „Die Arbeit in der Seemannsmission ist immer unterschiedlich: mal geht es um persönliche Gespräche, dann aber auch darum, praktische Dinge zu organisieren, wie aktuelle Tageszeitungen, Internetverbindungen oder einfach ein Bier zum Feierabend im Club“, erzählt Björn.

 

Ein wichtiger Service der Kieler Seemannsmission ist das Haus auf der Schleuse. Hier können Seeleute übernachten oder im Aufenthaltsraum auf ihr Schiff warten. „Mal ist das Haus wochenlang rappelvoll, dann hat man alle Hände voll zu tun, mal gibt es aber auch für ein paar Tage eine Flaute“, berichtet Björn. Je nach Bedarf hat er hier die regelmäßig eingesetzten Servicekräfte unterstützt oder die Buchführung auf den neusten Stand gebracht.

 

Jetzt will Björn sein bereits begonnenes Studium in Philosophie und Skandinavistik fortsetzten. Die Zeit in der Seemannsmission bereut er keineswegs: „Die Seemannsmission ist eine schöne Einrichtung. Wenn ich Zeit habe, werde ich hier auch mal wieder ehrenamtlich mitarbeiten.“